Rettungsauto für Mali

Bei einem Treffen des damaligen Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Groß-Enzersdorf Siegfried Zapletal und Honorarkonsul Peter Klein beschlossen die Beiden ein ausgedientes Rettungsauto nach Mali zu senden. Sein Nachfolger Walter Mayr vollendete den Plan, organisierte den Transport und flog 2008 mit mir nach Mali um das Rettungsauto an ein dortiges Spital zu übergeben. Der Marchfelder fühlte sich in eine andere Welt versetzt.

Bei der feierlichen Übergabe herrschte vor dem Spital Trubel und Heiterkeit, Tanz und Festreden, hinter den Mauern des Spitals war aber die Armut und der blanke Horror. Kaum Bettwäsche auf den Matratzen, ein Operationssaal ohne jede Art von Technik und ein Zahnarztstuhl aus den Fünfzigerjahren.

Betreuung außerhalb der medizinischen Notwendigkeit durch Krankenschwestern gibt es nicht. Der Kranke muss von Familienangehörigen gewaschen und mit Essen versorgt werden. Auch das Waschen der Kleidung und der – wenn vorhanden – Bettwäsche obliegt der Familie.

 

Ich habe schon Spitäler in anderen Afrikanischen Ländern gesehen, wie etwa in Ghana und Tansania und musste feststellen, dass man hier wenigsten für die nötige Reinlichkeit sorgt.  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0