Im Dogonland

Die Dogon sind eine afrikanische Volksgruppe, die in Westafrika im Osten von Mali lebt und ursprünglich aus dem Nordwesten von Burkina Faso stammt. Das Volk der Dogon umfasst derzeit etwa 350.000 Menschen. Die Dogon leben heute am Westende der Hombori-Berge an den Felsen von Bandiagara, welche 1989 zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Die Dogon sind auch unter den Namen Dogo, Dogom, Habbe bzw. Habe, Kado bzw. Kaddo, Kibisi oder Tombo bekannt.

Die Dogon wanderten in das Gebiet der Hombori-Berge offenbar erst vor einigen hundert Jahren ein, auf der Flucht vor den Reiterheeren der Mossi, wobei sie ihrerseits die einheimische Bevölkerung der Telle, von den Steilhängen von Bandiagara vertrieben, die möglicherweise mit den Kurumba in Burkina Faso identisch sind (Laude, 1973). Nach Roy (1983) lebten die Dogon noch bis 1480 im Nordwesten von Burkina Faso.

Heute ist es für Touristen unmöglich in das Dogongebiet zu fahren. Denn es herrscht blutiger Krieg zwischen den Dogon und den Peulhs. Also Bauern gegen Viezüchter. Der bislang folgenschwerste Zwischenfall ereignete vor einigen Monaten, als das Dorf Ogossagou im Bezirk Bankass in der Region Mopti von Dogon-Jägern eingekreist und überfallen wurde. Bei dem Angriff sei ein Großteil der Dorfbevölkerung ermordet worden, so die GfbV, später seien fast alle Häuser von der angreifenden Miliz niedergebrannt worden.

"Dieses Massaker markiert einen traurigen Tiefpunkt in der Suche nach mehr Stabilität und Frieden in Mali. Die sich dramatisch verschlechternde Sicherheitslage in Zentral-Mali darf nicht länger ignoriert werden. Dringend müssen Malis Armee und Polizei dort mehr Präsenz zeigen und die gewaltsamen Übergriffe von Dogon auf Peulhs stoppen", sagte Delius.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0