Bamako, die Hauptstadt Malis

Bamako, die Hauptstadt Malis

Die Gegend um Bamako mit rund zwei Millionen Einwohnern ist seit der Altsteinzeit besiedelt. Das fruchtbare Land im Tal des Flusses Niger ermöglichte die Produktion von Nahrungsmitteln. Bamako lag an wichtigen Handelsrouten und wurde zu einem Umschlagplatz für Waren wie Gold, Elfenbein, Kola-Nüsse, Salz. Außerdem entwickelte sich die Stadt mit zwei Universitäten im Mittelalter auch zu einem Zentrum für islamische Gelehrte.

Vor der Eroberung durch französische Truppen im Jahr 1883 hatte Bamako bereits ungefähr 600 Bewohner.Im Jahre 1908 wurde sie zur Hauptstadt des französischen Gouvernements Obersenegal und Niger. Als Mali 1960 unabhängig von Frankreich wurde, hatte Bamako 160.000 Einwohner. Nach einer sozialistischen Phase unter sowjetischem Einfluss putschte sich 1968 General Moussa Traoré an die Macht. 1987 war Bamako Tagungsort einer WHO-Konferenz, die unter dem Namen Bamako-Initiative die Gesundheitspolitik Afrikas nachhaltig veränderte. Bei einer Geiselnahme im November 2015 starben mehr als 20 Menschen.

Die Stadt wächst, denn viele der jungen Männer zieht es von den Dörfern in die Stadt. Hier betätigen sie sich meist als Gelegenheitsarbeiter. Abseits der belebten Straßen sieht man aber auch viel Armut. Auf dem Land ist die Situation besser. Dort hat jeder sein Feld mit der Yam-Wurzel und einige Haustiere, wie Hühner oder Ziegen - und wird immer satt.

Dort wo der Fremdenverkehr noch nicht Einzug gehalten hat sind die Leute freundlich und friedlich. Dort wo die Touristen mit ihrem Geld und Wohlstand prahlen, dort lebt auch das Verbrechen.

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